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| klimafetisch [2020/01/16 09:42] – admin | klimafetisch [2020/01/22 18:06] (current) – admin |
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| * Interessantes Beispiel "Ozonloch": anscheinend da Thatcher Chemie studiert hatte, bekam dieses Thema trotz nicht gerade umweltfreundlicher Politik hohe Aufmerksamkeit. Der erste FCKW-freie Kühlschrank wurde in der DDR entwickelt da sich West-Firmen nicht darauf einlassen wollte. ([[https://www.spiegel.de/geschichte/oeko-revolution-aus-ostdeutschland-wie-foron-den-ersten-fckw-freien-kuehlschrank-der-welt-erfand-a-951064.html|Artikel bei Spiegel]]) | * Interessantes Beispiel "Ozonloch": anscheinend da Thatcher Chemie studiert hatte, bekam dieses Thema trotz nicht gerade umweltfreundlicher Politik hohe Aufmerksamkeit. Der erste FCKW-freie Kühlschrank wurde in der DDR entwickelt da sich West-Firmen nicht darauf einlassen wollte. ([[https://www.spiegel.de/geschichte/oeko-revolution-aus-ostdeutschland-wie-foron-den-ersten-fckw-freien-kuehlschrank-der-welt-erfand-a-951064.html|Artikel bei Spiegel]]) |
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| ===== Illustration mit Sanduhr ===== | |
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| (aktuelle Idee 16.1.2020) | für die Doppelseiten 1(L) und 2(R): |
| | Seite 1: Postkarte, Kitsch, Passend, Strukturiert |
| | Seite 2: Gefühl der Unrealität, Schrägheit, Unpassend, seltsam |
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| Sanduhr fließt von links nach rechts oder umgekehrt, das ist nicht erkennbar, die Texte sind 90 Grad nach links/rechts gedreht. Seite 1 (links) stellt die idealisierte Postkarten-Natur, nach einem anthropozentrischen Muster, Seite 2 (rechts) schließt aufbauend auf Timothy Morton die Realität der verschiedensten (Hyper-)Objekte mit ein, ist deshalb schräg und surreal für uns. Ökologie soll das Begehren einer erhaltenen Vanilla-Natur aufgeben, da dies nicht der "Wille" der Dinge sein kann. | und dazwischen tickt die Zeit in der Form von fließendem Sand, dazu hab ich mir gedacht, es gibt ja den typischen Slogan "Es ist 5 vor 12" (für Seite 1, die Schönheit der Postkarten-Natur droht zerstört zu werden; der Mensch erstrebt einen Erhalt der Welt nach seinem Idealbild), während Seite 2 sich nicht um sowas schert, die Zeit richtet sich nicht nach den Empfindungen/Willen des Menschen und geht einfach weiter, also "Es ist 5 nach 12" und alles ist etwas seltsam, aber deshalb nicht einfach verschwunden. |
| | Ich wollte für Seite 2 auch "surreal" sagen aber das hat vielleicht eine zu festgelegte Bedeutung im Kunstbereich, aber ich denke der Surrealismus war schon auch genau das: der Versuch eine höhere (oder tiefere) Form der Realität zu erfassen, die uns mit den normalen Hilfsmitteln der Abbildung nicht zugänglich ist. |
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| Links: "Die Uhr tickt. Schon ist es 5 vor 12 (und es ist schon verdammt heiß da draußen). Die Schönheit unseres Planeten droht zu verrinnen..." Der Mensch entscheidet **über** die Natur und erhält sie in Form einer domestizierten Idealisierung. | |
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| Rechts: "Die Zeit fließt kontinuierlich aus den Dingen heraus. Es ist 5 nach 12..." Hier ist jeder Moment Gegenstand neuer Verhandlungen ([[magesnotes:bruno_latour_wir_sind_nie_modern_gewesen|Parlament der Dinge]]), im Prozess ergeben sich ständig neue Möglichkeiten... | Und die Wüste in Merzouga ist ein perfektes Abbild für Seite 1: eine domestizierte Wüste, schön, gepflegt, gut erhalten, zahm, gut erschlossen, und für allerlei menschliche Belustigungen nutzbar; im Gegensatz zu einem wilden, verrückten, undurchschaubaren Knäuel aus Dingen und Lebensformen in das sich der Mensch zwar einfügen kann, das er aber nicht beherrscht |
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| | Seite 2: "Die Natur ist tot." |